... und dann hab' ich einfach getanzt!

Tanz ist Begegnung - Begegnung mit sich selbst und anderen. Für die Tänzerinnen und Tänzer von projekt:tanz e.V. ist Tanzen auch eine Begegnung mit ihrer Krankheit, Morbus Parkinson. Das Tanzen stellt hier eine nichtmedikamentöse Begleittherapie dar, die nicht nur die Mobilität erhalten und verbessern soll, sondern durch das gemeinsame künstlerische Erlebnis auch eine Verbindung untereinander schafft und Lebensfreude vermittelt.

Das Unterrichtskonzept von projekt:tanz e.V. verbindet Elemente aus Ballett, zeitgenössischem Tanz, Stepp- und Standardtanz, wobei die Kombination von Bewegung und Musik im Vordergrund steht.

In Zusammenarbeit mit jungen Tanzpädagogen und Ergotherapeuten wird das Unterrichtskonzept stetig weiterentwickelt, um so auch anderen Bewegungsschaffenden einen Zugang zum Thema "Tanzen mit Parkinson" aufzuzeigen.

Mobilität

Parkinson ist eine der häufigsten neurodegenerativen Krankheiten der Welt. Viele erkranken zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr, aber bereits 10% der Betroffenen erkranken unter dem 40. Lebensjahr. Bis 2030 wird mit einer Verdopplung der Patientenzahl in Deutschland gerechnet. Aktuelle Zahlen sprechen von ca. 300.000 Erkrankten.

In bis zu 75% der Fälle handelt es sich um ein ideopathisches Parkinson-Syndrom, das bedeutet ohne Ursache.

Zahlreiche durchgeführte Studien belegen einen positiven Nutzen von Sport und körperlicher Aktivität auf die Symptomatik von Morbus Parkinson. Das bedeutet, der Patient kann neben der medikamentösen Behandlung eigenverantwortlich handeln, sich mobilisieren und gegen die Krankheit angehen. Somit übernimmt er eine aktive Rolle in der Therapie.

Verbindung

 Wir bieten Tanzunterricht für Menschen mit Parkinson an, da es für viele nicht möglich ist, am Unterricht mit gesunden Tänzern teilzunehmen. Der Unterrichtsablauf muss individuell angepasst sein und auf die verschiedene Symptome der Krankheit Rücksicht nehmen. Die Kombination von Bewegung und Musik ist besonders erfolgreich, denn rhythmische Bewegungen führen nachweislich zu einer Verbesserung der Symptome. Die Ursache hierfür ist noch unbegründet.

Ein nicht-motorisches Symptom der Krankheit ist unter anderem die Depression, die zum einen als Nebenwirkung von Medikamenten auftritt und zum anderen in vielen Fällen auch als Folge der Krankheitsdiagnose ausgelöst wird. projekt:tanz e.V. bietet mit seinem Unterricht nicht nur die Chance, die Mobilität der Betroffenen zu erhalten und wieder aufzubauen, das Tanzen bringt ebenso Lebensfreude und schafft sozialen Kontakt mit anderen Erkrankten.

 

Lebensfreude

Zielgruppe von projekt:tanz e.V. sind alle Menschen mit Morbus Parkinson - egal welchen Alters. Ebenso alle interessierten Tanzpädagogen, Tänzer, Ergo- und Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler und andere Menschen, die bereits Bewegungserfahrung gesammelt haben und in unserem Aufgabenfeld arbeiten möchten. Auch Familienangehörige und Begleitpersonen oder Freunde der Erkrankten sind herzlich Willkommen.

projekt:tanz e.V. bietet Tanzgymnastik für Menschen mit Parkinson an. Ziel ist es, in Hamburg flächendeckend Workshops für 5€ pro Termin anzubieten. Wer kein Mitglied im Verein ist, zahlt 8€ pro Workshop. So soll sicher gestellt werden, dass es für alle Betroffenen möglich ist teilzunehmen und es nicht an der individuellen finanziellen Situation scheitert.

Der Verein arbeitet ausschließlich gemeinnützig und finanziert sich durch Fördergelder und Spenden.

Ein Bestandteil unserer Arbeit ist die Aufklärung über das Krankheitsbild Morbus Parkinson und die große Bedeutung von alternativen Begleittherapien.